SYSTEM DES NATURSCHUTZPLANS
Der Naturschutzplan ist ein gesamtbetriebliches Konzept für den Betrieb, bei dem ökologischen Experten für die Auswahl der Vertragsflächen alle Betriebsflächen zu Verfügung stehen. Die Teilnahme mit mind. 3 Flächen und die Teilnahme an mind. 2 Weiterbildungsveranstaltungen im Verpflichtungszeitraum ist obligat.
Die Erstellung eines gesamtbetrieblichen Naturschutzplans erfolgt gemeinsam mit dem Landwirt und benötigt im Durchschnitt ca. 2 Tage. Dabei werden alle naturschutzfachlich wesentlichen Flächen kartiert und dokumentiert, Ziele und Auflagen festgelegt. Aufgrund der Betrachtung des "gesamten Betriebs" kann auf einige wichtige Fragen besser eingegangen werden:
- Ein Düngeverbot auf einer Naturschutzfläche bewirkt bei viehhaltenden Betrieben, dass "Mist" übrig bleibt und auf andere Flächen verteilt werden muss. Das könnte zu ungewollten, naturschutzfachlich problematischen Intensivierungen führen. Im gesamtbetrieblichen Naturschutzplan können solche Entwicklungen vermieden werden.
- Das Einhalten bestimmter "späterer Mähzeitpunkte", die vor allem der Artenvielfalt der Wiese und den zahlreichen darin lebenden Insekten dienen, ist in manchen Jahren je nach Wetterlage schwierig. Manchmal müsste die wertvolle Wiese aufgrund der Wetterprognose ein paar Tage vor dem gesetzten frühesten Mähtermin abgemäht werden. Beim Naturschutzplan gibt es hier die Möglichkeit, nicht "nach Datum" sondern nach "der Blüte" bestimmter bekannter Pflanzenarten zu mähen.